Eine gute Entscheidung für den Tierschutz - sexuelle Handlungen an Tieren bleiben weiterhin verboten!

Zoophilie-Verbot

Zwei Antragssteller, die sich sexuell zu Tieren hingezogen fühlen, hatten Verfassungsbeschwerde gegen das im Tierschutzgesetz seit 01.08.2014 geltende Verbot der Zoophilie eingereicht. So heißt es im Tierschutzgesetz §3:

"Es ist verboten,... 13. ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen."

Tierschutzgesetz §3

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Wie das Bundesverfassungsgericht in einer Pressemiteilung vom 18.02.2016 mitteilt, wurde in einem Beschluss vom 08.12.2015 (Aktenzeichen 1 BvR 1864/14) die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen. Das Bundesverfassungsgericht argumentiert in seinem Entscheid, dass zum Wohlbefinden der Tiere und ihrer artgerechten Haltung auch der Schutz vor erzwungenen sexuellen Übergriffen zu rechnen sei. Insofern sei der Eingriff in die sexuelle Selbstbestimmung der Beschwerdeführer verfassungsrechtlich gerechtfertigt.

So bleiben sexuelle Handlungen mit Tieren, durch welche die Tiere zu einem artwidrigen Verhalten gezwungen werden, weiterhin eine Ordnungswidrigkeit und können mit einer Geldbuße bis zu 25.000€ geahndet werden. Die Entscheidung ist unanfechtbar.

© Dunia Thiesen-Moussa

Informationen zum Autoren
Dunia Thiesen-Moussa
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Dunia Thiesen-Moussa
Tierärztin, Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie
Über mich
Ich leite die verhaltensmedizinische Sprechstunde der Tierärztlichen Hochschule Hannover und betreibe die Tierärztliche Praxis für Kleintierverhalten und die Hundeschule Kleintierverhalten.

Mein Motto
Wissen schützt Tiere

Tätigkeiten
Verhaltenstherapie, Hundetraining, Referententätigkeiten, Gutachterin in Wesenstests, Prüferin des D.O.Q.-Tests 2.0, Prüferin der Sachkundeprüfung nach §3 NHundG, Mitglied der Prüfungskommission zur Zertifizierung von Hundetrainern durch die Tierärztekammer Niedersachsen, Prüferin der Sachkundeprüfung zur Erlaubnispflicht nach §11 TierSchG

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