Menschen trennen sich aus den unterschiedlichsten Gründen wieder von ihren Haustieren. Einen leicht kuriosen Grund gab ein Mann zur Abgabe seines Hundes in einem Tierheim des US-Bundesstaates Tennessee an. Der Mann gab an, er trenne sich von dem Hund, weil dieser schwul sei.

Der American Bulldog-Mischlingsrüde hatte einen anderen Rüden bestiegen. Der Halter war daraufhin davon überzeugt, dass sein Hund schwul sei. Dies bewog ihn dazu, sich von seinem Hund zu trennen.

Was dem Halter nicht klar war – ein Rüde, der einen anderen Rüden besteigt, tut dies nicht aus sexuellem Verlangen. Das Besteigen eines anderen Rüden kann als „ranganzeigende“ Verhaltensweise betrachtet werden. Es ist Bestandteil des Imponierverhaltens und dient dazu, dem Gegenüber die eigene Stärke zu demonstrieren.

Dem American Bulldog-Mischling hätte das Besteigen eines anderen Rüden fast das Leben gekostet: da das Tierheim bereits überfüllt war, sollte der Hund nach Ablauf einer 48-Stunden-Frist getötet werden. Durch die Initiative von Tierschützern, die via facebook einen Hilfeaufruf für den Hund starteten, meldeten sich kurzfristig viele Interessenten, die dem Hund ein neues Zuhause bieten wollten. So bekam der Hund kurz vor Ablauf der Frist ein neues Frauchen und wurde knapp vor der Euthanasie gerettet.

Informationen zum Autoren
Dunia Thiesen-Moussa
Name
Dunia Thiesen-Moussa
Tierärztin, Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie
Über mich
Ich leite die verhaltensmedizinische Sprechstunde der Tierärztlichen Hochschule Hannover und betreibe die Tierärztliche Praxis für Kleintierverhalten und die Hundeschule Kleintierverhalten.

Mein Motto
Wissen schützt Tiere

Tätigkeiten
Verhaltenstherapie, Hundetraining, Referententätigkeiten, Gutachterin in Wesenstests, Prüferin des D.O.Q.-Tests 2.0, Prüferin der Sachkundeprüfung nach §3 NHundG, Mitglied der Prüfungskommission zur Zertifizierung von Hundetrainern durch die Tierärztekammer Niedersachsen, Prüferin der Sachkundeprüfung zur Erlaubnispflicht nach §11 TierSchG

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