Weihnachtsgewinnspiel 2016

Hier finden Sie die detailierten Antworten zum Weihnachtsgewinnspiel 2016. Wir hoffen, Sie wurden ein wenig gefordert und bedanken uns für Ihre Teilnahme!

1. Welche Lebensmittel sind für den Hund nicht giftig?

Richtig ist Antwort 4: Karotten

Fehlerquote: 5,41%

Viele unserer Lebensmittel sind für Hunde giftig. Dazu zählen z.B. Schokolade aufgrund des darin enthaltenen Theobromins, welches koffeinähnliche anregende Wirkung hat und welches Hunde nur schlecht abbauen können, Zwiebeln aufgrund der darin enthaltenen Schwefelverbindungen welche zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen, Weintrauben und Rosinen, welche aufgrund noch nicht gänzlich geklärter Ursache zu Nierenschäden führen können. Karotten hingegen sind für Hunde im allgemeinen gut verträglich. Was noch giftig ist und wie Sie im Vergiftungsfall reagieren sollten, können Sie nachlesen in unserem Giftköder-Artikel im Absatz "Giftstoffe im Alltag".

2. Welche deutsche Behörde geht Hinweisen auf Tierschutzverstößen nach?

Richtig ist Antwort 4: Das Veterinäramt

Fehlerquote: 2,70%

Für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ist das jeweils zuständige Veterinäramt zuständig. Die hier sitzenden Tierärzte gehen entsprechenden Hinweisen nach. Beispiele gegen Tierschutzverstöße sind eine nicht artgerechte Haltung des Tieres, eine Mißhandlung oder Überforderung des Tieres, die Abgabe von Welpen vor vollendeter achter Lebenswoche, oder das gewerbliche Training von Hunden ohne entsprechende Erlaubnis.

3. Bild1: Eingeknickte Gliedmaßen, Seitlage, abgespreiztes Hinterbein, glatte Stirn, angelegte Ohren, Lecken der eigenen Schnauze, abgewandter Blick. Was will der Hund mitteilen, welche Aussage trifft am ehesten zu?

passive SubmissionRichtig ist Antwort 2: Der Hund reagiert auf aggressives Verhalten und drückt seine Hilflosigkeit aus.

Fehlerquote: 21,62%

Die aufgezählten Verhaltensmerkmale sind als passive Submission zu interpretieren. Hier mussten Sie zwischen der passiven und der aktiven Submission unterscheiden. Die aktive Submission hat Aufforderungscharakter, wird spontan gezeigt und zählt auch zur Verhaltenskategorie der sozialen Annäherung Kontaktverhalten. Die passive Submission hingegen erfolgt reaktiv auf z.B. Droh- oder Imponierverhalten. Sie dient der Beschwichtigung und drückt Hilfslosigkeit aus.

 4. Welche Aussage ist falsch?

Richtig ist Antwort 4: Der Ranghöchste muss zum Rangerhalt stets seine Stärke demonstrieren.

Fehlerquote: 56,76%

Eine soziale Ordnung etabliert sich erst bei anhaltendem Kontakt.

Diese soziale Ordnung gleicht unter Hunden einer Respekthierarchie, keiner Gewalthierarchie: der Ranghöchste hat es daher gar nicht nötig ständig seine Stärke zu demonstrieren. Er würde sich dadurch im Gegenteil sogar unglaubwürdig machen.

Ein Rudel bezeichnet miteinander verwandte Tiere.

Und Dominanz beschreibt eine Beziehung und keine Charaktereigenschaft, daher kann kein Individuum dominant sein. Näheres hierzu können Sie nachlesen in unserem zweiteilgen Artikel zur Rangordnung bei Hunden.

5. Warum trainieren wir an wechselnden Treffpunkten?

Richtig ist Antwort 2: Weil wir unterschiedliche Kontexte ins Training einbeziehen wollen.

Fehlerquote: 2,70%

Instrumentelle Konditionierung erfolgt kontextspezifisch, d.h. wenn ein Hund lernt, eine Übung an einem Ort auszuführen, muss dies an vielen verschiedenen Orten wiederholt werden, bevor er die Übung immer und überall in gleicher Weise ausführen kann. Außerdem kann durch wechselnde Trainingsorte beiläufig eine Habituation und im Welpenalter auch eine Sozialisation an verschiedenste Umweltreize erfolgen.

6. Welche Funktion hat ein sekundärer Verstärker?

Richtig ist Antwort 2: Er kündigt den primären Verstärker an.

Fehlerquote: 27,03%

Ein sekundärer Verstärker wird mittels klassicher Konditionierung auftrainiert und kündigt den primären Verstärker (= die tatsächliche Belohnung) an. Angewendet wird ein Verstärker im Rahmen der instrumentellen Konditionierung. Die Reihenfolge lässt sich fortsetzen, so kann ein tertiärer Verstärker den sekundären Verstärker ankündigen. Der gängigste sekundäre Verstärker im Training ist das Lobwort oder der Klicker.

7. Welches Kriterium erfüllt ein geeigneter Maulkorb?

Richtig ist Antwort 3: Er ermöglicht dem Hund das Hecheln, Trinken und Kauen.

Fehlerquote: 5,41%

Damit der Hund mit Maulkorb keinen Kreislaufkollaps erleidet, ist es überlebenswichtig, dass er darin Hecheln kann. Sofern der Maulkorb nicht zur Prävention der Futteraufnahme eingesetzt werden soll, ist es zudem sinnvoll, dass der Hund hierin auch Trinken und Kauen kann.

8. Bild 2: Wie viele Zähne hat das Dauergebiss des Hundes?

Richtig ist Antwort 2: 42

Fehlerquote: 8,11%

Das Dauergebiss des Hundes hat 42 Zähne: oben je 2 x 3 Incisivi, 1 Caninus, 4 Prämolare, 2 Molare; unten je 2 x 3 Incisivi, 1 Caninus, 4 Prämolare, 3 Molare. Das Michgebiss hat übrigens 28 Zähne.

9. Wann erlernt ein Hund die Beißhemmung?

Richtig ist Antwort 2: In der Sozialisations-Phase

Fehlerquote: 16,22%

Die Beißhemmung erlernt der Hund in der Sozialisations- und Habituationsphase, die etwa von der dritten bis sechzehnten Lebenswoche reicht. In dieser Zeit lernen die Hunde besonders anhaltend und erlernen im Miteinander mit Sozialpartnern u.a. die Regeln für das soziale Miteinander. Die transitionale Phase bezeichnet lediglich den Zeitraum der etwa dritten Lebenswoche, in welcher der Welpe u.a. zu hören und zu sehen beginnt. Die juvenile Phase schließt sich der Sozialisationsphase an und reicht bis zur Pubertät. Hier wird Erlerntes gefestigt.

10. Welche Aussage ist falsch?

Richtig ist Antwort 4: In Niedersachsen benötigt man eine Erlaubnis zur Haltung eines Listen-Hundes.

Fehlerquote: 16,22%

Die einzelnen Bundesländer haben verschiedene Vorschriften für Hundehalter formuliert. In Niedersachsen zählen hierzu u.a. die Sachkundepflicht des Halters, die Chip-Pflicht, die verpflichtende Haftpflichtversicherung und die Pflicht zur Registrierung im zentralen Register. Außerdem gilt in Niedersachsen eine Brut- und Setzzeit mit Leinenpflicht in Wald und freier Landschaft. Rasselisten führt Niedersachsen nicht mehr, daher braucht kein Hundehalter aufgrund der Rasse seines Hundes eine spezielle Erlaubnis zu beantragen. Sie benötigen zwar eine Erlaubnis zur Haltung eines als gefährlich eingestuften Hundes. Die Gefährlichkeits-Einstufung erfolgt jedoch individuell insbesondere nach Beißvorfällen. Die genauen Vorschriften für Niedersachsen können Sie nachlesen unter Vorgaben für Hundehalter in Niedersachsen.

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